TrapoJa – Transformationen in der postdigitalen Jugendarbeit:
HipHop in der Kulturellen Bildung

Projektbeschreibung

Gegenstand dieses Forschungsprojekts sind Wandlungsprozesse in der Kulturellen Bildung. Wir konzentrieren uns dabei auf außerschulische Jugendarbeit im Zuge gesellschaftlicher Transformationen sowie die Teilhabe junger Menschen an diesen Prozessen. Das Projekt wird in Kooperation zwischen der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und dem JFF – Institut für Medienpädagogik und Forschung durchgeführt und durch das Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung von Forschungsprojekten zur kulturellen Bildung in gesellschaftlichen Transformationen“ gefördert. 

Im Fokus des Projektes stehen Jugendliche sowie pädagogisch Tätige, die sich an der HipHop(-Musik)-Kultur beteiligen (möchten). Zentral geht es uns um musikalisch ausgerichtete Angebote, wie diese genutzt und durchgeführt werden und wie sich diese verändern. Dabei wird besonders auf außerschulische Jugendeinrichtungen und soziokulturelle Zentren geblickt, in denen pädagogische Angebote zu HipHop mit jungen Menschen realisiert werden. Aus den Ergebnissen sollen Erkenntnisse für die zukünftige postdigitale Jugendarbeit gewonnen werden.  

In der dreijährigen Projektlaufzeit (2024-2026) führen wir unterschiedliche Erhebungen durch: Ein erster empirischer Zugang zum Forschungsfeld sind Fokusgruppeninterviews mit Akteuren aus der Jugendarbeit im HipHop-Kontext. Darauf aufbauend werden in sechs deutschen Städten HipHop-Interessierte junge Menschen im Rahmen von qualitativen Einzelfallstudien befragt. Parallel stehen in einer Netzwerkanalyse hiphopspezifische Strukturen im Vordergrund, die Jugendliche aufbauen und in die sie gegebenenfalls bereits eingebunden sind. Diese Einzelfallstudien mit Netzwerkanalyse bilden den Kern der weiteren empirischen Arbeit. Außerdem wird eine historisch-rekonstruktive Analyse von Angeboten von Jugendeinrichtungen zu HipHop(-Musik)-Kultur durchgeführt. Schließlich finden Innovationsworkshops mit Expert*innen aus der HipHop-bezogenen Jugendarbeit statt. 

Untersucht werden dabei einerseits Inhalte und Narrative (bspw. mediale Ko-Konstruktion von Rollenbildern in Rap-Texten), Praktiken der Aneignung von Musik (bspw. Nutzung von Online-Plattformen zur Kollaboration) sowie Werkzeuge und Räume der Aneignung von Kultur (bspw. Bedeutung von Aufnahmetechnik in Jugendeinrichtungen).  

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden zielgruppengerecht und praxisnah für Interessierte aufbereitet. Sie sollen im Rahmen der postdigitalen Jugendarbeit insgesamt und der Kulturellen Bildung im Besonderen dazu dienen, junge Menschen noch stärker als bisher zur (Mit-)Gestaltung von aktuellen und zukünftigen Transformationsprozessen zu befähigen.